Bewegung gekonnt einfangen – Fototipp Nr. 8

Fang den Osterhasen

Fototipp

#8

Du möchtest Menschen oder Tiere in Bewegung fotografieren? Am Beispiel Ostern zeigen wir dir, wie du solche Motive richtig gut in Szene setzt.

Bewegungen gekonnt einfangen

Während unbewegliche Objekte relativ leicht zu fotografieren sind, ist es bei den kleinen Models oft recht schwierig, denn die halten leider nicht immer ganz so still, wie man das gerne hätte. Schnell können Bewegungsunschärfen entstehen, die trotz schönstem Motiv das Bild unbrauchbar machen. Verwende daher kurze Verschlusszeiten, um unschöne Überraschungen zu vermeiden. Die Verschlusszeit hängt dabei von der Bewegungsgeschwindigkeit und der Bewegungsrichtung des Motivs ab. Bewegt sich dein Kind – oder wahlweise der Osterhase – quer zur Kamera, dann muss eine kurze Verschlusszeit gewählt werden, damit die Kamera schnell auslöst. Beim Fotografieren von Kindern ist daher eine Verschlusszeit von 1/250 Sekunden bis 1/500 Sekunden empfehlenswert.

Merke: Kurze Verschlusszeiten frieren die Bewegung ein. Lange Verschlusszeiten werden hingegen eingesetzt, um die Dynamik der Bewegung einzufangen.

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Kurze Verschlusszeiten einstellen

Da nicht jeder seine Kamera bis ins kleinste Detail kennt, wollen wir dir an dieser Stelle nicht vorenthalten, wie man die Verschlusszeiten leicht einstellen kann. Bei vielen Kameramodellen ist es möglich, kurze Verschlusszeiten über die Erhöhung der ISO-Zahl einzustellen oder über das Öffnen der Blende.

Dabei hast du verschiedene Einstellmöglichkeiten. Die Blendautomatik (TV, T) bietet dir dabei mehrere Blendstufen zur Auswahl an. Bei der Zeitautomatik (AV, A) wird die Belichtungszeit durch die Voreinstellung von Blenden und ISO-Wert erreicht. Wichtig sind jedoch auch die Lichtverhältnisse: Ändern sie sich, kann es unter Verwendung der Zeitautomatik zu Bewegungsunschärfen kommen, da die Belichtungszeit durch die Zeitautomatik verlängert wird.

Bei Verwendung einer Kamera mit Blendautomatik gibt es hingegen häufiger Probleme mit unter- oder überbelichteten Bildern.Um ein optimales Ergebnis zu erreichen, solltest du die verschiedenen Einstellmöglichkeiten deiner Kamera genau testen und ausprobieren, wie deine Kamera sich verhält. So gelingen dir optimale Osterfotos, an die ihr euch gerne zurückerinnert.

Kreativ mit Bewegungsunschärfen

Bewegungsunschärfen sind allerdings nicht immer unbedingt ein Ärgernis. Manchmal werden sie auch als Stileffekt eingesetzt und es entstehen charakterstarke Bilder. Wenn du also gerne den Osterhasen auf der Flucht fotografieren möchtest und statt eines statischen Bildes ein lebhaftes Bild bevorzugst, sind Bewegungsunschärfen optimal, denn sie machen die Bewegung erst so richtig sichtbar.

Beim Fotografieren von Bewegungsunschärfen gehst du genau umgekehrt vor. Stell dir eine möglichst lange Verschlusszeit ein. Die fängt wie bei den alten Analogkameras mit Film die Bewegung als "Wischer" im Bild mit ein. Dabei kannst du auf verschiedene Art und Weise vorgehen.

Bewegungen mitverfolgen
Einen springenden Hund mit der Kamera verfolgen

Vollzieh mit deiner Kamera die Bewegung deines Motivs parallel mit. Starte dabei schon vor dem Auslösen und stoppe erst, wenn die Belichtung abgeschlossen ist. Dadurch entsteht ein unscharfer Hintergrund. Das bewegte Motiv bleibt jedoch scharf. Geschwindigkeit lässt sich so wunderbar im Bild festhalten und auch die Kids können auf den Bildern erkennen, wie schnell sie bei der Eiersuche unterwegs waren. Allerdings erfordert diese Technik ein wenig Übung, deshalb gilt: Am besten vorher mehrmals ausprobieren!

Tipp:
Solltest du statt deines Kindes lieber den Osterhasen fotografieren wollen, könnte es mitunter schwierig sein, die Bewegung parallel mitzuziehen, da Hasen noch unberechenbarer sind und oft unvorhersehbar die Richtung wechseln.

Tiefenwirkung durch Zoomen
Achtung! Kleine Mädchen sind immer in Bewegung.

Mehr Tiefe für deine Bilder! Für spannende Tiefeneffekte fotografiere dein Kind in der Bewegung und benutze dabei gleichzeitig den Zoom. Dadurch erzeugst du einen Bewegungseindruck in die Tiefe, bei dem die Unschärfelinien zur Bildmitte hin verlaufen. Falls du lieber manuell arbeiten möchtest, erreichst du den gleichen Effekt durch das schnelle Mitbewegen deiner Kamera – bei langsamer Bewegung verliert er seine Wirkung.

Wichtig dabei ist, dass sich das Motiv immer im Zentrum der Aufnahme befindet. Außerdem solltest du den Autofokus ausschalten und manuell fokussieren, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Im Idealfall ist das Fotomotiv so zu den Ecken hin verwischt, aber trotzdem teilweise scharf.

Ist dir das Bild noch zu scharf, solltst du die Verschlusszeiten verringern und im Umkehrschluss die Verschlusszeiten erhöhen, wenn das Bild zu verwischt wirkt.

Kreativ mit Bewegungsunschärfen

Der Wischeffekt ist ein beliebtes Stilmittel um beispielsweise belebte Straßen nachts zu fotografieren. Solche Bilder sind spannend und eindrucksvoll zugleich, denn sie vermitteln dem Betrachter das Gefühl, gerade jetzt in diesem Moment live mit dabei zu sein. Doch nicht nur belebte nächtliche Straßen kommen damit gut zur Geltung, auch für das Festhalten von Ostererinnerungen eignet sich der Wischeffekt hervorragend. Wichtig dabei: Die Kamera muss möglichst ruhig gehalten werden! Daher ist es am einfachsten, ein Stativ zu verwenden und sehr geduldig zu sein. Fotografier mit einer langen Belichtungszeit. Motive, die sich während der Belichtungszeit bewegen, erzeugen dabei selbstständig genau die Bewegungsunschärfen, die das Bild besonders machen. Dabei hängt die Unschärfe von der Bewegungsgeschwindigkeit und der Belichtungszeit ab.

Tipp:

Experimentiere mit den Verschlusszeiten! Durch eine zu lange Verschlusszeit werden die Bilder so verschwommenen, dass nur noch ein undefinierbarer Streifen zu sehen ist. Bei einer zu kurz gewählten Verschlusszeit wird das Motiv gestochen scharf und der Effekt ist dahin.

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