Food-Fotografie für Einsteiger | Fototipp 17

Einsteigertipps zur Food-Fotografie

Fototipp

#17

In sozialen Netzwerken und auf Blogs ist Food-Fotografie der Trend schlechthin: Fotos, die dokumentieren, welche kulinarischen Erlebnisse besonders gut bei den Usern angekommen sind. Doch was sollte man für eine gelungene Aufnahme beachten? Wir haben ein paar Tipps für dich zusammengestellt, die dir dabei helfen, dass dein nächstes Food-Foto perfekt gelingt!

Worum es geht

Egal ob du deine Fotos mit dem Smartphone oder mit einer Spiegelreflexkamera aufnimmst – ein gutes Food-Foto sollte immer die besten Eigenschaften der Lebensmittel zum Ausdruck bringen. Das bedeutet: Stelle sicher, dass die spezifischen Farben der Lebensmittel herausgestellt und nicht abgeschwächt werden.

Darum geht es bei der Food-Fotografie

1. Das richtige Licht

Natürliches Tageslicht eignet sich am besten für die Food-Fotografie. Verzichte dabei auf direkte Sonneneinstrahlung, da sie zu grell ist, die Farben abschwächt und zudem unschöne Schatten wirft. Auch einen Blitz zu verwenden, ist keine gute Idee, da er ebenfalls für unschöne Schatten sorgt und zudem einzelne Partien im Bild überbelichtet. Der ideale Platz zum Fotografieren ist ein Platz in der Nähe eines Fensters oder auch im Freien. Allerdings sollte bei letzterem auch auf indirektes Licht geachtet werden.

Erst die passenden Lichtverhältnisse ermöglichen ein perfektes Food-Bild
Gleichmäßig ausleuchten mit einem Reflektor

Um das Essen gleichmäßig auszuleuchten, kann ein Reflektor benutzt werden. Sollte der nicht standardmäßig zu deinem Equipment gehören, eignet sich auch alles, was weiß ist, als Reflektor. Das kann zum Beispiel recht nützlich sein, wenn man sich im Urlaub befindet und nicht auf eine gelungene Aufnahme vom leckeren Mittagsessen verzichten möchte. Behelfe dir mit einem Blatt Papier und bitte deine Begleitung es so zu halten, dass keine Schatten auf den Teller geworfen werden. Wer sich zu Hause an Food-Fotografie ausprobiert, der kann zum Beispiel eine Styroporplatte nutzen. Diese bietet den Vorteil, das kein zweites Paar Hände benötigt wird, da sie von alleine stehen bleibt.

2. Bildkomposition

Damit das Bild harmonisch wirkt, sollte nicht nur das Essen lecker aussehen. Wichtig ist auch, wie es angerichtet ist und welche Accessoires im Hintergrund zu sehen sind. Vermeide wild gemusterte 80er-Jahre-Teller, denn die eignen sich lediglich für gewollte Trash-Fotografie. Gut zur Geltung kommt ein Gericht auf einem weißen oder auch bunten (aber einfarbigen) Teller, der mit den Farben des Gerichts harmoniert. Anfänger sollten einen runden Teller wählen, da mit dieser Form die besten Ergebnisse erzielt werden können. Eckige Teller kann man nur deutlich schwieriger harmonisch in Szene setzen. Inspiration, welche Farben gut miteinander kombinierbar sind, kannst du dir beispielsweise in Einrichtungshäusern oder Deko-Shops holen.

Das Gericht zur Geltung bringen

Das Gericht fotografisch zur Geltung bringen

Was sich außer dem Teller noch auf dem Foto befinden soll, entscheidest du. Manchmal ist es schön, wenn sich auf dem Tisch noch eine Tischdecke befindet. Bei anderen Aufnahmen bringt ein schlichter Holztisch das Gericht erst richtig zur Geltung. Probier einfach aus, was dein Gericht am besten zur Geltung bringt.

Der Hintergrund

Den Hintergrund des Motivs ansprechend strukturieren

Egal ob du mit dem Smartphone oder einer Systemkamera fotografierst, die wichtigste Regel lautet: Der Hintergrund muss klar strukturiert sein und darf nicht zu überladen wirken. Beschränke dich auf ein oder zwei zusätzliche Accessoires, wie eine schöne Serviette, ein Glas mit etwas Leckerem zu trinken oder auf hübsches Besteck. Positioniere diese Accessoires entweder im Hintergrund oder neben dem Teller, um für Harmonie zu sorgen und die Bildkomposition ansprechender zu gestalten.

3. Die Aufnahme

In einer guten Food-Aufnahme erkennt man sofort, welches das wichtigste Objekt im Foto ist. Richte die Kamera oder dein Smartphone so aus, dass im fertigen Bild das Auge des Betrachters automatisch auf wichtige Details gelenkt wird. Dies kannst du zum einen durch ein Spiel mit der Tiefenschärfe (nicht mit der Handykamera möglich) und zum anderen mit der Drittel-Regel erreichen.

Goldener Schnitt

Bild, das durch den goldenen Schnitt aufgeteilt wurde.

Die Drittel-Regel – auch goldener Schnitt – besagt, dass das Bild gedanklich in drei Bereiche unterteilt werden soll. Dafür zieht man zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien, die das Bild in neun gleich große Teile aufteilen. Das Objekt, das im Mittelpunkt stehen soll, wird nun an den Linien oder an den Schnittpunkten der Linien (mittig) ausgerichtet. (Diesen Grundsatz der Bildkomposition kannst du übrigens auch in der Malerei und im Grafikdesign finden.) Eine Verschiebung vom Zentrum weg kann genutzt werden, um den Blick des Betrachters auf etwas Spezielles zu richten.

Den Ausschnitt wählen

Der optimale Ausschnitt von deinem Food-Motiv.

Bei der eigentlichen Aufnahme solltest du eine Abschrägung der Kamera oder des Smartphones vermeiden. Nutze natürliche Linien, die im Bild bereits enthalten sind, zum Ausrichten oder halte die Kamera bzw. das Smartphone gerade. Ein gutes Hilfsmittel ist ein Stativ: Das Bild verwackelt nicht und das Ausrichten wird vereinfacht. Halterungen, die das Stativ für ein Smartphone nutzbar machen, gibt es übrigens schon für unter 5 Euro auf Ebay. Entscheide dich, ob dein Bild besser wirkt, wenn du den ganzen Teller zeigst, oder ob es vielleicht noch eindrucksvoller ist, wenn du dich nur auf einen bestimmten Bereich konzentrierst.

4. Wichtige Kameraeinstellungen – kleiner Exkurs

Auch wenn man mit dem Smartphone nicht die gleichen Möglichkeiten hat, die eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) bietet, so lassen sich damit trotzdem schöne Aufnahmen machen. Ein dreidimensionaler Look des Fotos ist damit allerdings nicht möglich. Aufnahmen, die mit dem Smartphone gemacht wurden, haben einen eher dokumentarischen, zweidimensionalen Look, der allerdings aus sehr reizvoll sein kann. Durch Tippen auf dein Display kannst du den Fokus der Handykamera ausrichten. Wähle ihn so, dass er genau auf dem wichtigsten Aspekt deiner Bildkomposition liegt. Zusätzlich kannst du, nachdem du das Foto gemacht hast, den Filter auswählen, der dir am besten gefällt. Halte doch deine schönsten Food-Fotografien in einem Fotobuch fest.

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An die Lichtverhältnisse anpassen

Wer eine Systemkamera oder eine Bridge-Kamera besitzt, kann seine Kamera besonders gut an die vorherrschenden Lichtverhältnisse anpassen. Wichtig ist es dafür, das Zusammenspiel zwischen Belichtungszeit und Blende zu verstehen. Eine kürzere Belichtungszeit und eine größere Blende sorgen zum Beispiel bei sehr hellen Objekten dafür, dass nicht zu viel (aber eben genug) Licht für das Foto „gesammelt“ wird. Das Gleiche erreicht man aber auch durch eine längere Belichtungszeit und eine kleinere Blende. Besonders wenn du künstliches Licht verwendest, ist es wichtig, diese Einstellungen manuell vornehmen zu können.

Verschlusszeit
Die Verschlusszeit ist die Geschwindigkeit, mit der die Blende öffnet und schließt. Diese Zeit wird in Sekundenbruchteilen gemessen, ist aber auf deiner Kamera in ganzen Zahlen ausgedrückt. So stellt eine Verschlusszeit von 80 in Wirklichkeit eine Verschlusszeit von 1/80 Sekunde dar. Je größer also die Zahl, desto schneller die Verschlusszeit. Bei längeren Verschlusszeiten kann das Bild unscharf werden, da die kleinste Bewegung der Kamera später auf dem Bild zu erkennen ist.

Blende
Die Blende in der Kamera wird mit Hilfe von kleinen Lamellen, die je nach Einstellung den Lichteinfall verringern oder vergrößern, kontrolliert. Je geringer die Blende gewählt wurde, desto mehr Licht wird eingelassen. Die Funktionsweise ist der des menschlichen Auges ähnlich. Im Dunkeln vergrößert sich unsere Pupille und lässt mehr Licht durch. Wenn es hell ist, verkleinert sich unsere Pupille.

ISO
Der ISO-Wert steht für den Sensor, der bestimmt, wie schnell Licht von der Kamera registriert wird. Je höher der ISO-Wert, desto schneller verarbeitet die Kamera das Licht. Das ermöglicht dir, eine kürzere Verschlusszeit zu wählen, auch wenn durch die Lichtverhältnisse eigentlich eine längere Verschlusszeit notwendig wäre. Klingt eigentlich traumhaft, aber auch hier gilt es im Hinterkopf zu behalten, dass bei hohen ISO-Werten das Bild körnig wird und so ein Qualitätsverlust stattfindet.

5. Die richtige Kameraeinstellung für die Food-Fotografie

Schlechte Lichtverhältnisse sind bei Aufnahmen mit dem Smartphone besonders problematisch, da die Benutzung des Blitzes für die Food-Fotografie ein echtes No-Go ist. Fotos, bei denen ein Blitz benutzt wurde, werden einfach nicht schön, da sie stellenweise überbelichtet sind und durch die Benutzung des Blitzlichtes störende Schatten geworfen werden. Hier hilft auch keine Nachbearbeitung mit Fotobearbeitungssoftware. Versuche stattdessen also lieber für mehr Licht zu sorgen. Suchen dir einen besser beleuchteten Platz oder versuche mit zusätzlichen Lampen die Lichtsituation zu verbessern. Dann kann es eigentlich auch schon losgehen! Überlege dir, welchen Bildausschnitt du in deinem Foto zeigen möchtest und richte deine Kamera so aus, dass die Bildkomposition stimmig ist (goldener Schnitt).

Bei Spiegelreflex- oder Bridge-Kameras ist es etwas komplizierter. Hier hast du die Möglichkeit, in Situationen mit wenig Licht einen höheren ISO-Wert und eine breite Öffnung (also eine geringe Blende) zu wählen. Verkürze nach der Einstellung die Verschlusszeit, damit das Foto trotzdem scharf wird. Die Lichtverhältnisse sollten so sein, dass der ISO-Wert trotzdem noch so gewählt werden kann, dass das Bild nicht „körnig“ wird.

Mit Tiefenschärfe spielen

Falls die Lichtverhältnisse gut sind, hängt die Kameraeinstellung davon ab, welchen Ausschnitt du fotografieren möchtest. Eine weit geöffnete Blende (kleine Blendstufen) sorgt beispielsweise dafür, dass die Schärfentiefe recht gering ist. Objekte, die sich weit im Vorder- oder Hintergrund befinden, verschwimmen. Das kann ein toller Effekt sein, wenn du die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Bildbereich lenken willst.

Experimente mit der Tiefenschärfe

Lebendige und präzise Farben

Weißabgleich: Fotos leben durch lebendige und präzise Farben. Künstliches Licht ist in der Regel gelb. Deine Augen kompensieren das, die Kamera allerdings nicht. Wenn du vorab keinen Weißabgleich durchführst, wird dein Bild eine sehr merkwürdige Farbgebung haben. Den Weißabgleich vorzunehmen ist recht einfach. Gehe zum richtigen Menüpunkt deiner Kamera (wo der genau ist, kannst du deiner Bedienungsanleitung entnehmen) und halte deine Kamera auf ein weißes Blatt Papier. Stell den Weißabgleich so ein, dass das weiße Objekt auch im Display weiß erscheint. Auch wenn das bei Smartphone-Kameras nicht möglich ist, so hast du die Option, das Foto etwas nachzubearbeiten. Bei vielen Handys können die Fotos im Bearbeitungsmodus mit dem „Zauberstab“ automatisch verbessert werden. So sollte einem guten Foto, egal mit welcher Kamera du fotografierst, nichts mehr im Wege stehen.

Der Weissabgleich schafft lebendige und präzise Farben.
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