Fotografieren mit Blitz – Fototipp Nr. 3

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Fotografieren mit Blitz

Fototipp

#3

Wenn die Tage wieder kürzer werden verbringen wir viel Zeit in Dämmerung und Schummerlicht. Zeit, sich genau anzuschauen, wie wir auch in diesen erschwerten Lichtverhältnissen schöne Fotos aufnehmen können, die den Zauber der nahenden Weihnachtszeit auffangen. Trotz ausgefeilter Technik und eingebauten Blitzgeräten bedeuten Aufnahmen bei schlechtem Licht meist Probleme. Wir zeigen auf, woher diese Probleme rühren und was du dagegen tun kannst.

Welcher Blitztyp bist du?

A. Direktes Blitzen / Kamera-interne Blitzgeräte
Beim direkten Blitzen befindet sich das Blitzgerät direkt in oder auf der Kamera, es ist die am weitesten verbreitete Methode. Das ist praktisch, denn du hast den Blitz immer bei dir und er leistet vor allem bei Tageslichtaufnahmen auch gute Dienste, zum Beispiel bei Gegenlicht.

Nachteil: Der Blitz gibt nur für den Bruchteil einer Sekunde Licht und besitzt keine hohe Reichweite, in der Regel nur rund 3-4 Meter. Die frontale Belichtung führt außerdem zum Verlust von Kontrast, wodurch das Motiv an Plastizität verliert. Wie schon gesagt, richtig gut macht sich der kamerainterne Blitz eigentlich nur bei bei Gegenlicht am helllichten Tag.

B. Indirektes Blitzen / Systemblitzgeräte
Um indirektes Blitzen zu ermöglichen ist ein Aufsteckblitz mit schwenkbarem Reflektor notwendig. Der Reflektor des Blitzgerätes wird auf eine Fläche gerichtet, zum Beispiel zur die Decke eines Zimmers. Das indirekte Blitzen kennen wir auch aus Fotostudios, wo große Abstrahlflächen in Form von Schirmen genutzt werden, um den Raum voll aber weich auszuleuchten.

Faustregel "Reichweite":

Ist ein Objekt doppelt so weit entfernt, kommt nur noch ein Viertel des Lichts an.

Faustregel "Licht":

Je kleiner die Abstrahlfläche einer Lichtquelle ist, desto härter ist das Licht.

Typische Probleme mit dem Einsatz von Blitz und gute Lösungen

Die häufigsten Probleme in Zusammenhang mit Blitzen treten durch den direkten Blitz auf. Zu nennen sind:

  1. Überbelichteter Vordergrund, wobei der Rest des Bildes völlig im Dunkeln liegt
  2. Harte Schatten
  3. Rote Augen
Lösung Nr. 1:

Ein modernes Blitzgerät

Blitzgerät für die Belichtung

Mit einem externen, einem sogenanntem Systemblitzgerät, erzielst Du bessere Ergebnisse. Dieses aufsteckbare oder beliebig platzierbare Helferlein ist häufig schwenkbar und sorgt so dafür, dass Dein Motiv nicht direkt frontal angestrahlt wird.

Die Helligkeit eines Systemblitzgerätes übertrifft die einer integrierten Kamera mit einer Reichweite von über 10 Metern bei Weitem, so ist eine optimale Ausleuchtung garantiert und harte Schatten haben keine Chance. Die indirekte Beleuchtung sorgt zudem dafür, dass der Rote-Augen-Effekt nicht eintritt. Stattdessen wird das künstliche Licht über die Decke oder Wände verstreut. Beachtet werden sollte dabei unbedingt, dass farbige Wände oder reflektierende Flächen wie Spiegel oder Fenster zu vermeiden sind, um keine unnatürlichen Farbstiche oder störende Lichtreflexe zu erzeugen.

Tipp: Eine große Auswahl an Zubehör eröffnet Dir eine riesige Palette an Möglichkeiten, egal ob Du Menschen oder beispielsweise Gebäude fotografierst, drinnen oder draußen bist.

Lösung Nr. 2:

Es geht auch ohne

Aufnahmen ohne direkten Blitz

Eine dunkle Umgebung heisst noch lange nicht, dass du den Blitz einsetzen musst – im Gegenteil, besonders bei Kerzenlicht kann viel Atmosphäre verloren gehen, wenn du mit einem direkten Blitz schießt. Versuch immer erst, mit Belichtungszeit, Blende und ISO-Einstellung zu spielen.

Lösung Nr. 3:

Blitz manipulieren

Es gibt auch unkonventionelle Mittel, um vor allem bei der direkten Belichtung etwas Einfluss zu nehmen, z.B. indem du ein Taschentuch davor hältst was das Licht streut und den harten Blitz absoftet. Wenn du im Besitz eines Systemblitzgerätes bist, dann setze es für Porträtaufnahmen ein - in Kombination mit einer Softbox.

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