Heißt es Schärfentiefe oder Tiefenschärfe? Fototipp Nr. 28

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Schärfentiefe - Dein Objekt im Fokus

Fototipp

#28

Schärfentiefe oder Tiefenschärfe? Eigentlich korrekt ist der Begriff “Schärfentiefe”, geläufig sind jedoch beide Bezeichnungen. In der Fotografie spielt die Schärfentiefe als gestalterisches Mittel eine große Rolle, denn durch sie kann man den Fokus des Betrachters gezielt lenken. In unserem Fototipp Nr. 28 erklären wir dir einiges zum technischen Hintergrund der Schärfentiefe, wie man diese beeinflussen und für sich nutzen kann.

Was genau ist die Schärfentiefe eigentlich?

Wie der Name verrät, wird bei der Schärfentiefe mit der Unschärfe im Hintergrund bzw. in der Tiefe des Bildes (räumliche Tiefe) gespielt: Ist der Hintergrund unscharf, spricht man von einer geringen Schärfentiefe, ist der Hintergrund hingegen scharf, spricht man von einer eher hohen Schärfentiefe.

Durch das Spiel mit der Schärfentiefe verändert sich also der Fokus im Bild, wodurch der Blick des Betrachters gelenkt und somit die Bildgeschichte quasi verändert werden kann. In der Porträtfotografie sollte man sich mit dem Thema Schärfentiefe auseinandersetzen, um für diese besondere Form der Fotografie beherzt zum richtigen Objektiv greifen zu können.

Die Schärfentiefe richtig einstellen

Vorab: Die Größe des Sensors einer Kamera beeinflusst die Schärfentiefe: Je kleiner der Sensor, umso größer ist die Schärfentiefe. Um also einen Effekt von Unschärfe zu erzielen, bist du mit einem größeren Sensor im Vorteil. Folgende Faktoren die Schärfentiefe ebenfalls, stellst du diese entsprechend ein, kannst du gezielt einen Effekt von Unschärfe erzeugen:

1. Ändern der Schärfentiefe durch die Blende
Mit der Blendeneinstellung deiner Kamera bestimmst du, wie viel Licht die Blende durchlässt. Eine hohe Blendenzahl bedeutet, dass die Blende weiter geschlossen ist und somit weniger Licht hineinfällt. Umgekehrt bedeutet eine geringe Blendenzahl eine weiter geöffnete Blende. Je größer der Blendenwert ist, desto mehr Schärfentiefe entsteht.
Wenn du also erzielen möchtest, dass der Hintergrund eher unscharf erscheint, dann veränderst du die Blendenzahl, damit sich die Blende weiter öffnet.
Viele Spiegelreflexkameras besitzen sogar eine Abblendtaste. Diese aktiviert die Blende, sodass im Sucher die Schärfentiefe vorab geprüft werden kann.

Close-up Kastanien

2. Der Abbildungsmaßstab und der Abstand zum Objekt:
Je näher du dich an dein Motiv stellst, umso geringer fällt die Schärfentiefe aus. Mit anderen Worten: Das Spiel mit der Unschärfe fällt wesentlich leichter, je näher du dich an dein Motiv heran stellst. Das ist dir sicher schon aufgefallen. Ein Prinzip, dass man sich auch beim Fotografieren mit der Smartphone Kamera zunutze machen kann.

Close-up Zierkürbisse

3. Brennweite:
Durch die Wahl des Objektivs und die damit verbundene Brennweite kann der Effekt der Schärfe und Unschärfe ebenfalls beeinflusst werden. Bei kurzen Brennweiten, also Weitwinkelobjektiven, ist die Schärfentiefe wesentlich größer als bei Objektiven mit einem hohen Brennwert (Teleobjektiv).

Close-up Herbstblätter

Faustregeln für die Schärfentiefe:

Die häufigsten Probleme in Zusammenhang mit Blitzen treten durch den direkten Blitz auf. Zu nennen sind:

  1. Verdoppelst du die Blende (z.B. von f/11 auf f/16), so verdoppelt sich auch die Schärfentiefe.
  2. Verdoppelst du den Abstand zu deinem Motiv, so vervierfacht sich die Schärfentiefe dahinter.
  3. Bei halbierter Brennweite (statt 50mm nur noch 25mm), vervierfacht sich die Schärfentiefe ebenfalls – der Abbildungsmaßstab verringert sich einfach.

Um die Schärfentiefe zu verändern, kannst du die verschiedene Faktoren natürlich auch kombinieren, wie bei Allem gilt hier: Probieren über Studieren!

Ein Geheimtipp unter Fotografen: Schöne Fotos, bei denen man mit Unschärfe spielt, erzielt man durch Objektive, die Blendenwerte von f/2,8 oder weniger ermöglichen. Schnapp dir deine Kamera und probiere es einfach mal aus!

Schärfentiefe und Smartphone Kameras

Schärfentiefe mit dem Smartphone erstellen

Auch Smartphone Kameras bieten längst mehr als rudimentäre Einstellungen, um deine Motive einfach nur “mal eben” zu knipsen.
Sicher ist dir schon aufgefallen, dass du mit deiner Smatphonekamera ebenfalls den Fokus einstellen kannst: Visiere mit der Kamera ein Objekt an und tippe auf dieses. Deine Kamera fokussiert das Objekt dann automatisch und stellt es scharf. Zeitgleich verändert sich hierbei oft auch die Helligkeit im Bild. Alternativ kannst du den Hintergrund fokussieren und dein Hauptmotiv unscharf wirken lassen. Viele Smartphones bieten für den richtigen Schärfentiefe-Effekt auch gesonderte Einstellungen.

Diese Funktion, die in den meisten Smartphone Kameras tatsächlich integriert ist, geht Hand in Hand mit dem zweiten Tipp, der weiter oben bereits angerissen wurde: Verändere den Abstand zum Hauptmotiv, wenn du mit deinem Handy einen Schärfentiefe-Effekt erzeugen möchtest. Durch den kleinen Sensor, den Smartphone Kameras nun mal besitzen, macht es schwierig einen Effekt von Unschärfe zu erzeugen. Durch das Annähern an dein Hauptobjekt kannst du die Schärfentiefe verringern und somit mehr Unschärfe erzeugen.

Mit einer Kamera-App von Google, die ebenfalls verschiedene Aufnahme-Modi bietet, ist es im Modus “Fokuseffekt” ebenfalls möglich einen Schärfentiefe-Effekt zu erzielen. Die App “rechnet” diesen Effekt in dein Bild hinein.

Neugierig geworden? Schnapp dir am Besten gleich dein Smartphone oder deine Kamera und tob dich aus, in der Welt der Schärfentiefe.

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