Wie fotografiert man Haustiere richtig? | Fototipp #26

Die perfekten Fotos
von deinen Vierbeinern

Fototipp

#26

Hund und Katze gehören zu den beliebtesten Fotomotiven auf Plattformen wie Instagram. Jeder liebt sein Haustier und präsentiert es stolz im Internet. Doch manchmal ist es schwierig, den perfekten Moment abzupassen oder das Haustier in der richtigen Pose zu erwischen, von Haustier-Selfies ganz zu schweigen. Mit ein paar Tipps zu Dos und Don’ts sollten dir aber trotzdem schöne Aufnahmen deiner Vierbeiner gelingen.

Kenne dein Tier

Das eigene Haustier mit der Kamera einzufangen ist manchmal echt nicht leicht, denn unsere Vierbeiner haben ihren eigenen Kopf. Wenn du dein Tier jedoch gut kennst, dürfte es dir leichter fallen, dessen Gewohnheiten und Verhalten abzuschätzen. Wenn du planst, ein paar schöne Aufnahmen mit deinem Vierbeiner zu machen, ist es gut zu wissen, wie er sich verhält. Zum Beispiel: Gehst du mit deinem Hund eine gewohnte Route? Dann weißt du ja, wie er sich an welcher Stelle eures Spaziergangs verhält, welche Flecken seine Aufmerksamkeit beanspruchen oder in welchen Pfützen er gerne badet. Halte den Finger also auf dem Auslöser bereit. 
Oder kennst du die morgendliche Route des Verdauungsspaziergangs deiner Katze? Dann kannst du dich auf die Lauer legen und auf deinem Weg schöne Fotos schießen.
In der gewohnten Umgebung fühlen sich deine Tiere am wohlsten und verhalten sich ihrem Charakter entsprechend. Und genau das kannst du dann mit deinen Aufnahmen einfangen.

Tipp: Fokussiere beim Fotografieren die Augen deines Haustiers. Genau wie beim Menschen, wird auch bei einem Tier die Persönlichkeit durch die Augen sichtbar gemacht und das Foto erhält eine gewisse Sinnlichkeit und Tiefe. Mit dem Autofokus-Modus AF.S fokussiert die Kamera automatisch den gewählten Punkt.

Und Action!

Im Spiel kommt die wilde Seite deiner Haustiere am besten zur Geltung. Integriere Spielzeuge in ein Fotoshooting und beschäftige dein Tier, um möglichst natürliche Aufnahmen hinzubekommen. Damit die Fotos nachher nicht verschwommen sind, solltest du die Blendenautomatik deiner Kamera auf S („Shutter Priority“) oder TV einstellen. So erreichst du eine sehr kurze Belichtungszeit und das Bild deines Hundes wirkt selbst im Lauf oder Spiel scharf.

Zwei Katzen spielen mit einer Maus

Nach dem Futter kommt das Schläfchen

Bei den meisten Katzen läuft es oft so ab: Sie kommen herein, miauen, möchten ihr Leckerchen, putzen sich und machen anschließend ein ausgiebiges Schläfchen. Mache dir das zu Nutze: Nach dem Fressen, wenn sich Katzen zufrieden auf ihren gewohnten Schlafplatz betten, hast du die Gelegenheit deine Samtpfoten in aller Ruhe zu fotografieren. Nutze die Gelegenheit für besonders detailreiche Aufnahmen.

Katze ruht sich aus

Immer auf Augenhöhe

Die schönsten Bilder deiner Haustiere machst du, wenn du dich zu ihnen auf den Boden begibst. Die Fotos wirken so dramatischer, aber trotzdem natürlich. Außerdem kannst du dir so auch ein Stativ sparen, denn du kannst deine Ellenbogen auf dem Boden abstützen, bevor du den Auslöser betätigst oder die Kamera auf Büchern, Taschen oder etwas Anderem ablegen, das sich gerade anbietet. Um ein Verwackeln zu verhindern, gibt es dann einen ganz einfachen Trick: Bevor du das Foto schießt, atme einmal tief ein und halt kurz inne, dann drückst du den Knopf und zack – Foto im Kasten. Für einen coolen Effekt durch einen unscharfen Hintergrund, stellst du eine geringe Tiefenschärfe ein (Blendenzahl: f/2.8–f/8). Die Verschlusszeit sollte relativ hoch eingestellt werden, da die Bewegungen der Tiere schnell und eher unberechenbar sind. Mit einer Verschlusszeit von 1/400s liegst du meist richtig.

Katze auf Augenhöhe fotografieren

Die Don’ts der Tierfotografie

Mit ein paar No-Gos kannst du dir das Shooting mit deinen Vierbeinern schnell verderben. Auf diese Dinge solltest du deshalb unbedingt achten.

Miezi hat heute keine Lust

Manchmal wollen unsere Vierbeiner einfach nicht. Besonders Katzen haben ihren eigenen Kopf. Da nützt alles Beten und Betteln nichts. Zwinge deine Haustiere nicht zu einem Fotoshooting, denn das bedeutet Stress für deine Vierbeiner – und schöne Aufnahmen kommen am Ende auch nicht dabei raus. Außerdem solltest du kein Non-Stop-Shooting planen, bis alle Aufnahmen stimmen. Gönn deinem Tier irgendwann eine Pause. 
Auch solltest du deine Tiere nicht dazu bringen, Dinge zu tun, die sie nicht mögen, wie zum Beispiel Kleidung tragen. Sicher, es gibt Tiere denen ist das egal, aber Tiere sind nun mal keine Menschen, haben ein warmes Fell und sind eventuell gestresst, wenn sie darüber noch einen Wollpullover und eine alberne Mütze tragen müssen.

Katze versteckt sich

Auf Blitz verzichten

Es gibt mehrere Gründe, warum man bei Tierfotografie auf den Einsatz von Blitzlicht verzichten sollte. Blitzlicht ist grell und kann besonders kleine Tiere aus der Ruhe bringen. Es macht Tiere nervös und ängstlich und sie verkriechen sich dann lieber. Außerdem wirkt Blitzlicht sehr hart, vor allem, wenn man drinnen fotografiert. Das Bild verliert dadurch jede Natürlichkeit. Wenn dein Haustier helles oder weißes Fell hat, wirkt dieses unter dem Einsatz von Blitzlicht stellenweise „ausgewaschen“ oder überbelichtet. Außerdem tritt der Rote-Augen-Effekt durch grelles Blitzlicht auch bei Tieren auf. Am besten nutzt man also natürliche Lichtquellen für schöne Aufnahmen.

Fazit: Ein Fotoshooting sollte Mensch und Tier Spaß machen

Mit tollen Aufnahmen deiner Tiere sollten auch tolle Erinnerungen verbunden sein. Dank einfacher Tricks, wie du Gewohnheiten und Vorlieben deiner Tiere abschätzt, kann das Shooting zu einer Freude für Fotograf und Tier werden. Durch Einbindung von kleinen Spielereien und der einen oder anderen kleinen Bestechung mit einem Leckerli für ein „Sitz“, gelingen schöne Tierfotos. Wichtig ist dabei auch immer das natürliche Wesen deiner Vierbeiner beizubehalten, denn genau das macht großartige Aufnahmen aus.

Qualität
Plus X Award

Als innovativste Marke der Fotobranche erhielt FUJIFILM Imaging Germany 2015 den Plus X Award Most Innoative Brand - die höchste Auszeichnung der Jury.

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