Landschaftsfotografie im Urlaub - Fototipp Nr. 10

Kreative Landschaftsfotografie

Fototipp

#10

Egal, wohin es dich im Urlaub zieht – die Kamera darf im Reisegepäck nicht fehlen. Damit du deine Urlaubseindrücke perfekt einfangen kannst, liefern wir dir wertvolle Fototipps zum Thema Landschaftsfotografie.

Kameraeinstellungen bei Landschaftsaufnahmen

Schärfentiefe: Landschaftsaufnahmen leben von der Weite. Stell dir vor, du stehst irgendwo an einem Strand und möchtest die Weite des Meeres mit den Inseln im Hintergrund scharf fotografieren. Dann leg ein besonderes Augenmerk auf die Schärfentiefe. Wenn du jetzt eine Kompaktkamera zur Hand hast, ist die Technik bereits auf deiner Seite. Denn Kompaktkameras bieten von Haus aus eine größere Schärfentiefe als Spiegelreflexkameras an. Das heißt, das Landschaftsmotiv wird auch bis zum Hintergrund noch scharf aufgenommen. Und damit nicht genug: Die meisten Kompaktkameras bieten ein Landschaftsmenü an, welches automatisch die nötigen Einstellungen vornimmt.

Natürlich kannst du auch eine Spiegelreflexkamera verwenden. Hier erreichst du eine optimale Schärfentiefe durch das Fokussieren auf die hyperfokale Distanz. Das klingt vielleicht etwas kompliziert, doch dank der Tabellen und Rechner, die es im Internet zur Genüge gibt, kannst du den Wert im Nullkommanix ermitteln. Einfach mal in Google "Tabelle hyperfokale Distanz" suchen. Anschließend gibst du einfach die geforderten Werte wie z.B. Brennweite, den Blendwert (z. B.: f1.8) und das Sensorenformat in den Rechner ein und erhältst das gewünschte Ergebnis. Kleiner Tipp nebenbei: Das Sensorenformat kannst du der Bedienungsanleitung deiner Kamera entnehmen. Bei Urlaubsreisen sind Tabellen in der Regel praktischer. Du hast jederzeit einen schnellen Überblick über die vor Ort erforderlichen Werte.

Bergsee
Bergsee Wasserfall Fahrradfahrer Wellen und Gischt

Objektiv: Für Landschaftsaufnahmen sind Weitwinkelobjektive meistens die erste Wahl. Wenn du also eine SLR-Kamera besitzt, dann greif ruhig zum Weitwinkelobjektiv, um beeindruckende Naturmotive zu fotografieren. Mit Brennweiten von 8 mm, 10 mm oder 11 mm bis zu 16 mm, 20 mm oder 22 mm lässt sich mehr von der prachtvollen Landschaft abbilden. Objektive mit Festbrennweiten sind wegen der guten Abbildungsleistung besonders empfehlenswert. Mit einem Standardobjektiv, das erst ab 17 mm bzw. 18 mm Brennweite anfängt, hättest du hingegen deutlich weniger Möglichkeiten. Ideal für Weitwinkel-Aufnahmen sind auch sogenannte Tilt-Shift-Objektive. Diese minimieren Verzerrungen an den Bildrändern (Shift) und optimieren die Schärfentiefe (Tilt). Mit dem richtigen Objektiv ausgerüstet, machst du Landschaftsfotos, die deine Freunde und Bekannte ins Staunen versetzen werden.

ISO-Wert

Vermeide Bildrauschen. Denn dadurch kann die schönste Landschaftsszene regelrecht verunstaltet werden. Das Problem lässt sich tagsüber relativ leicht in den Griff bekommen, wenn du die ISO-Zahl möglichst klein hältst. Bei Dunkelheit kann es allerdings vorkommen, dass die Belichtungszeit größer als 30 Sekunden ist. Eine Erhöhung des ISO-Wertes reduziert in diesem Fall die Belichtungszeit. Arbeite hierbei unbedingt mit einem Stativ, um Verwackelungen auszuschließen.

Belichtungszeit

Ein traumhaftes Wetter ist nicht immer ein Garant für gelungene Fotos. Durch das grelle Sonnenlicht können die Farben unter Umständen an Intensität verlieren. Die besten Landschaftsfotos entstehen eher in den Morgen- oder Abendstunden. Dann ist es nicht ganz so hell und schöne Farbstimmungen entstehen. Mit einem Stativ und Fernauslöser vermeidest du unschöne Verzerrungen. Übrigens: Die Auslöserverzögerung deiner Kamera ist eine gute Alternative zum Fernauslöser, falls du diesen nicht zur Hand haben solltest.

Bildgestaltung

Die Gestaltung deiner Fotos ist ein wichtiges Element für perfekte Landschaftsaufnahmen. Sicherlich kennst du die Bilder von faszinierenden Stränden bei Sonnenuntergang oder Fotos von einer imposanten Berglandschaft im Nebel. Damit deine Bildmotive noch spannender wirken, möchten wir dir ein paar gestalterische Tipps mit auf dem Weg geben.

Fotografie von einer Blumenwiese Aufnahme von einem Lavendelfeld im Vordergrund

Der Aufbau: Die Tiefe und Weite der Landschaft in einem Bild verewigt – das ist das Geheimnis eines guten Landschaftsfotos. Teile daher dein Motiv in Ebenen ein. Der Vordergrund kann dabei vom Hauptmotiv dominiert werden. Das können interessante Objekte wie Bäume, Felsen oder größere Steinbrocken am Strand sein. Die mittlere Ebene und Hintergrund geben dem Betrachter nähere Informationen zur Umgebung.

Lass dich nicht entmutigen, wenn das Wetter nicht zu 100 Prozent mitspielt. Auch dunkle Wolken können ein ungemein interessantes Gestaltungselement sein. Solltest du beispielsweise eine Klippe oder einen Felsenstrand fotografieren und das Unwetter legt sich gerade, wirkt dein Landschaftsfoto dadurch dramatischer. Allerdings solltest du deine Kamera während eines Unwetters ausreichend vor Regenwasser schützen, da sie sonst Schaden nehmen könnte.

Die Drittel-Regel

Wenn du dein Motiv horizontal sowie vertikal in drei Teile aufteilst, steigerst du die Spannung. Ein Raster lässt sich bei vielen Kameras einblenden und erleichtert dir das Platzieren der Bildelemente. Richte den Horizont nach Möglichkeit an eine der beiden horizontalen Rasterlinien (oberes bzw. unteres Drittel des Bildes) aus. Dadurch erzeugst du einen besseren Gesamteindruck. Anders sieht es da bei Wasserspiegelungen aus. Der Spieglungseffekt kommt hier besonders zur Geltung, wenn du den Horizont mittig platzierst. Objekte wie Bäume oder Felsen platzierst du am Besten an den vier Schnittpunkten des Rasters.

Führende Linien

Führende Linien helfen dem Betrachter sich auf der Entdeckungsreise durch dein Foto zurechtzufinden. Gerade Diagonalen geben deinem Foto dabei Dynamik und Tiefe. Der Horizont dient in dem Fall als Stopplinie, welcher dem Auge einen Ruhepunkt bietet. Verschiedene Objekte wie Felder, Straßen, Bahngleise oder Flüsse lassen sich als Führungslinien für dein Motiv verwenden. Auf diese Weise führst du den Betrachter geschickt durch dein Bild.

Lichtstimmung

Wie bei vielen anderen Fotos ist die Lichtstimmung bei Landschaftsmotiven ein entscheidender Faktor. Wenn du deinen Lieblingsstrand oder die Berglandschaft deiner Wahl zu verschiedenen Tageszeiten fotografierst, wirst du erleben, dass das gleiche Motiv bei unterschiedlichen Lichtstimmungen völlig unterschiedlich wirken kann.

Übrigens: Wasserfälle oder Flüsse lassen sich am besten mit einer langen Belichtungszeit fotografieren. Dabei wird die Bewegung des Wassers unscharf und du erhältst eine tolle Lichtstimmung. Experimentiere auch ruhig mal mit Gegenlicht. Dadurch entstehen künstlerische Silhouettenfotos.

Panoramafotos

Landschaftsfotos eignen sich wunderbar für das Panoramaformat. Stell dir vor, du stehst auf einem Berg und möchtest den gesamten Rundumblick in nur einem Bild festhalten. Das Panoramaformat ist dazu ideal, weil es aus mehreren Einzelbildern besteht, die am PC zu einer 360°-Ansicht zusammengefügt (gestitcht) werden können. In vielen Kameras ist ein Panorama-Assistent integriert, der dir die Aufnahme von Panoramabildern erleichtert. Allerdings solltest du immer ein Stativ zur Hilfe nehmen, da die Einzelbilder möglichst aus gleicher Höhe aufgenommen werden müssen, um unschöne Übergänge im Endresultat zu vermeiden. Schwenke den Stativkopf nach jeder Aufnahme und achte darauf, dass sich die Einzelbilder jeweils um ein Drittel überlappen. Die Belichtungseinstellung sollte ebenfalls gleich sein. Deine Einzelbilder kannst du dann mit speziellen Stitch-Programmen zu einem fertigen Panoramabild zusammenfügen.

Qualität
Plus X Award

Als innovativste Marke der Fotobranche erhielt FUJIFILM Imaging Germany 2015 den Plus X Award Most Innoative Brand - die höchste Auszeichnung der Jury.

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