Den Winter perfekt fotografieren – Fototipp Nr. 5

Das perfekte Winterfoto

Fototipp

#5

Wunderschöne Schneelandschaften, unvergessliche Skiurlaube und atemberaubende Lichtstimmungen: Der Winter bietet für Fotografen echte Highlights, aber auch einige Herausforderungen. Die folgenden Tipps sollen dir dabei helfen, Wintermotive perfekt zu fotografieren.

Tücken beim Fotografieren gekonnt austricksen

Unterbelichtung
Im Winter gibt es für den Fotografen einige Stolperfallen zu umgehen. So kann es passieren, dass man eine tolle weiße Winterlandschaft fotografiert und dann bemerkt, dass das Bild unterbelichtet ist. Das liegt daran, dass größere weiße Flächen den Belichtungsmesser der Kamera irritieren. Die Belichtungsautomatik registriert zu viel Licht und die Blende wird geschlossen.

Über die Funktion "Belichtungskorrektur" kannst du Einstellungen vornehmen, um eine Unterbelichtung zu vermeiden. Sei experimentierfreudig und wähle die optimale Einstellung aus. Du kannst jedoch auch den ISO-Wert ändern, falls deine Kamera über diese Funktion nicht verfügt. Wenn du den ISO-Wert um die Hälfte reduzierst, verdoppelt sich auch die Lichtmenge. Viele Kameras verfügen jedoch auch über spezielle Programme (z.B. "Schnee-Programm").

Es empfiehlt sich, zunächst das Programm zu testen und bei unerwünschten Ergebnissen den ISO-Wert manuell anzupassen. Die Belichtung lässt sich auch am Histogramm ausrichten.

Wie die Belichtungskorrektur helfen kann

Weißabgleich
Solltest du beim Betrachten deiner Ergebnisse feststellen, dass die Farbstimmung zu wünschen übrig lässt, ärgere dich nicht. Farben lassen sich mit Hilfe einer Bildbearbeitungssoftware gut nachbearbeiten. Beispielsweise kannst du mit Fotofiltern die Lichtstimmung verändern oder Farbtöne selektiv verstärken und abschwächen.

Das perfekte Wintermotiv

Makroaufnahmen
Suche nach Details im Motiv. Im Winter lassen sich vielfältige Makroaufnahmen machen. Beispielsweise könntest du versuchen verschneite Tannenzapfen, Eisblumen, Äste oder Schneeflocken zu fotografieren. Bei Makroaufnahmen ist vor allem ein fester Kamerastand wesentlich, da die Belichtungszeit länger ist und die Schärfentiefe nur wenige Millimeter beträgt. Mit dem richtigen Stativ kannst du die Kamera in der Regel optimal auf das Motiv ausrichten.

Digitale Kompaktkameras bieten dir bereits ein voreingestelltes Makroprogramm an. Wenn du die Möglichkeit hast die Blende einzustellen, dann solltest du eine kleine Blende verwenden, um möglichst scharfe Bilder zu bekommen (z.B.: f11 bis f22).

Frostbedeckte Pflanze als Makroaufnahme
Tipp

Achte bitte darauf, dass die Belichtungszeit bei kleineren Blenden länger ist. Das Motiv sollte also möglichst statisch sein, da ein bewegliches Motiv unweigerlich unscharf wird.

Porträts
Porträts im Schnee können sich mitunter als schwieriges Unterfangen herausstellen, da der Dynamikumfang nur selten ausreicht, um den Menschen im Vordergrund und den Hintergrund perfekt darzustellen. Meistens entscheidet man sich hier für die bestmögliche Darstellung des Porträts und vernachlässigt den Hintergrund. Die Verwendung eines Blitzes kann hier Abhilfe schaffen.

Beliebtes Wintermotiv: Frau im Schnee

Lichtstimmungen einfangen
Gerade in den Morgenstunden lassen sich optimale Farbstimmungen erfassen. Weiche und harmonische Farben und lange Schatten bauen Spannung auf und lassen das Motiv interessant wirken. Noch interessanter können Gegenlichtaufnahmen wirken. Die Sonne gibt dem Schnee besonderen Glanz und die Kanten und Konturen wirken noch intensiver.

Eine Schneelandschaft am Morgen fotografieren

Das richtige Equipment

Gerade im Winter ist Vorsicht geboten. Die kalten Temperaturen reduzieren die Akkuleistung. Ideal wäre also wenn du möglichst Ersatzakkus mitnimmst und die Akkus nah am Körper trägst, um diese warmzuhalten (z.B. in der Hosentasche oder der Innentasche der Jacke). Aber nicht nur die Akkuleistung kann zum Problem geraten. Die eisigen Minusgrade können deiner Kamera schaden. Es empfiehlt sich hier ein Blick in die Bedingungsanleitung, die in den technischen Daten die empfohlenen Betriebstemperaturen nennt.

Tipp

Achte beim Wechsel von kalten zu warmen Temperaturen darauf, die Kamera nicht einem plötzlichen Temperaturwechsel auszusetzen, da sonst die Gefahr besteht, dass sich Kondenswasser im Gehäuse absetzt und diese dann beschädigt wird (z.B. durch einen entstehenden Kurzschluss). Gewöhne deine Kamera also langsam an die Temperaturunterschiede.

Qualität
Plus X Award

Als innovativste Marke der Fotobranche erhielt FUJIFILM Imaging Germany 2015 den Plus X Award Most Innoative Brand - die höchste Auszeichnung der Jury.

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